Remote-Software: Die 7 besten Tools zur Fernwartung

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Mit zunehmender Digitalisierung wächst in Unternehmen auch die IT-Infrastruktur. Neben dem klassischen Computer im Büro nutzen viele Mitarbeiter mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets – oder arbeiten ganz von zuhause aus. Gleichzeitig produzieren immer mehr Firmen standortübergreifend, bieten Dienstleistungen auf der ganzen Welt an und bedienen auch ihre Kunden aus der Ferne.

Damit wird professionelle Fernwartung immer wichtiger und nützlicher. Mit ihrer Hilfe müssen Sie und Ihre Fachleute keine langen Reisen mehr antreten, können „remote“ unkompliziert Fragen beantworten und bei größeren Problemen schnell einen Experten hinzuschalten.

Was also sind die gängigsten Tools für Fernwartung und Remote Support, wie unterscheiden sie sich und wie kann Augmented Reality dabei helfen?

Was ist Remote Software?

Remote-Systeme verschaffen Zugriff auf Computer, Server oder Netzwerke, wenn man selbst nicht vor Ort ist. Oder ganz einfach gesagt: Es werden mehrere Geräte miteinander verbunden und so gesteuert. Das muss nicht kompliziert sein: Mittlerweile existieren sehr benutzerfreundliche Programme, die den Remote-Access so einfach wie möglich machen und außerdem mit günstigen Lizenzen punkten.

Häufig sind Remote-Systeme in der IT-Administration und beim IT-Service im Einsatz. Statt langer Erklärungen am Telefon greifen die IT-Mitarbeiter fix über Internet oder Firmennetzwerk auf das fremde Gerät zu und schauen sich das Problem selbst an. Sie bedienen den anderen Computer dann beinahe, als säßen sie selbst davor oder hielten das Smartphone in der Hand. So können die Experten schnell die richtige Funktion aktivieren oder dem Kollegen die Einstellung im Menü zeigen. Mit dem richtigen Remote-Programm läuft dieser Fernzugriff einfach, sicher und nahezu ohne Verzögerung.

Das ist nicht nur für Computerprobleme hilfreich. Insbesondere die Instandhaltung, Reparatur, Montage und Inbetriebnahme von Maschinen können mit Hilfe von Remote-Software optimiert werden. Besonders nützlich sind hierfür professionelle Lösungen, die AR-Brillen unterstützen, wie unser Produkt ALEGER Remote.

Mit ALEGER Remote reduzieren Sie Reaktionszeiten und sparen Anfahrtswege Ihrer Außendienst- und Servicemitarbeiter. Da wir Ihnen das System als Komplettlösung liefern, kommen die Datenbrillen bereits fertig eingerichtet bei Ihnen an – so müssen Sie sich nicht mehr um die Installation kümmern und können das Gerät sofort einsetzen. Die verwendete Datenbrille HMT-1 von RealWear ist speziell für den Außendienst entworfen: Der Akku hält lang, Temperaturschwankungen oder Stöße, Nässe und Staub machen ihr nichts aus.

Wie funktioniert eine Remote-Verbindung?

Eine Remote-Verbindung wird über ein gemeinsames Netzwerk zwischen zwei Geräten hergestellt. Häufig wird dafür das Internet genutzt – natürlich mit sicherer Verschlüsselung. Möglich sind aber auch direkte Verbindungen über das Intranet oder anderen geschlossenen Firmennetzwerken. Meist brauchen beide Seiten eine ID und ein Passwort.

Neben einer Bildschirmübertragung können Sie via Video, Chat oder Audio kommunizieren, auch Dateien lassen sich übermitteln. So sehen Ihre Experten nicht nur „durch die Augen“ der Kollegen, also deren Bildschirm, sondern können ihnen auch nötige Dokumente unkompliziert zur Verfügung stellen. Dies alles geschieht in Echtzeit, je nach Software können allerdings leichte Verzögerungen auftreten.

Die beliebteste Remote-Software

Das Potential ist groĂź und so sind die Einsatzgebiete. Entsprechend existieren bereits mehrere Anbieter fĂĽr professionelle Remote-Programme auf dem Markt. Hier finden Sie eine Auswahl der beliebtesten Tools. NatĂĽrlich lassen sich all diese Systeme auch fĂĽr das datenschutzsichere Homeoffice nutzen.

TeamViewer

Die bekannteste Remote-Software stammt vom deutschen Unternehmen TeamViewer. Die Cloud-Software ist auf allen Betriebssystemen verwendbar und verbindet über ein weltweites Router-Netzwerk die Geräte der Nutzer. Dabei sind die TeamViewer Remote-Verbindungen Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das heißt: Nur Sender und Empfänger können die Daten entschlüsseln. Der Inhalt ist dadurch geschützt und lässt sich auch von „Zwischenstationen“ wie dem Softwarehersteller oder dem Telekommunikationsanbieter nicht lesen.

Mit TeamViewer können sie mit wenigen Klicks auf das fremde Endgerät zugreifen und es wie Ihren eigenen Computer steuern. Neu ist der TeamViewer Web-Client: Sämtliche Funktionen lassen sich damit über den Browser nutzen, das Programm muss nur noch auf dem Zielgerät installiert werden. Dies kann praktisch sein, wenn ein Support-Mitarbeiter gerade keinen Zugriff auf seinen eigenen Computer hat oder er keine Software installieren darf.

Warum kann es sich dennoch lohnen, nach Alternativen zu suchen? Auch wenn die Lizenzmodelle von TeamViewer für Unternehmen durchaus attraktiv sind – andere Remote-Software schneidet im Kostenvergleich oft besser ab. Und: In einigen Tests war TeamViewer langsamer als die Konkurrenz und zeigte eine größere Latenz.

Was also sind die Alternativen zu TeamViewer?

Anydesk


Im Vergleich mit dem Platzhirsch schneidet das plattformunabhängige Remote-Programm Anydesk gleich mehrfach besser ab: Bildqualität und Verzögerung zeigen Bestmarken für den Remote-Zugriff. Preislich fährt man vor allem bei Einsteiger-Varianten für Solo-Nutzer und kleine Teams günstiger als bei der Konkurrenz TeamViewer. Dabei bietet Anydesk ähnliche Features und lässt im direkten Vergleich nichts vermissen.

Neben den Möglichkeiten der Fernwartung setzt die Software auch stark aufs Homeoffice: Mit Remote Printing können die Mitarbeiter beispielsweise von zuhause aus auf den Firmendrucker zugreifen und so den Mitarbeitern vor Ort unkompliziert Unterlagen zukommen lassen. Für die Sicherheit bietet Anydesk neben einer Online-Banking-ähnlichen Verschlüsselung mit TLS1.2 auch sogenanntes Whitelisting an: Damit können Sie einzelne Nutzer bestimmen, die auf Ihren Computer zugreifen können, und schließen alle nicht-gelisteten Nutzer automatisch aus.

Cisco WebEx

Eine weitere TeamViewer Alternative ist Cisco WebEx. Die Remote-Software Cisco WebEx ermöglicht neben virtuellen Meetings und Streams auch den Fernsupport per Zugriff auf den PC. Business-Kunden können das sogar mit einem Warteschlangen- und Ticketsystem verbinden. Wenn der Support-Andrang also einmal größer als erwartet ist, vergibt das Programm automatisch Warteplätze. Ihre Experten können den Ansturm dann bewältigen, indem sie die Warteschlange oder die eingereichten Support-Tickets der Reihe nach abarbeiten. Das ist ein klarer Vorteil, den TeamViewer nicht bietet.

Im Gegenzug ist WebEx genauso wie Anydesk nicht web-basiert, läuft also nicht im Browser wie TeamViewer. Die Software muss deshalb auf allen Computern der Nutzer installiert werden. Zudem wirkt die Benutzeroberfläche nicht ganz so modern und kann zu Anfang leicht überfordern. Trotzdem ist Cisco ein guter Einstieg in die Welt der komplexeren Fernwartungs-Systeme.

Natürlich können Sie bei ALEGER die besten Smart Glasses kaufen. Gerne beraten wir Sie auch bei der Auswahl und den Einsatzbereichen.

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Remote-Support mit Augmented Reality

Remote-Access auf fremde Computer und mobile Endgeräte bietet also viele Möglichkeiten. Doch nicht immer sitzen Ihre Mitarbeiter im Büro an ihrem Computer, sondern benötigen unterwegs Unterstützung. Dies ist möglich auf mobilen Endgeräten. In einigen Arbeitsumgebungen und Berufen kann es sinnvoll sein, noch einen Schritt weiterzugehen – mit Hilfe von Augmented Reality.

Ob man unterwegs nun ein “klassisches” mobiles Endgerät nutzt oder eine Datenbrille: Bei beiden übernimmt die im jeweiligen Gerät verbaute Kamera den Videostream. Mobile Endgeräte haben den großen Vorteil, dass die Nutzung denkbar einfach ist – und wir sie fast immer bei uns tragen.

Der große Gewinn einer AR-Brille ist hingegen, dass Ihr Mitarbeiter vor Ort die Hände frei hat. Er bedient die Brille lediglich mit Sprachsteuerung und kann sich so konzentriert der Arbeit widmen. Natürlich benötigen Sie hier, je nach gewünschtem Einsatz, eine AR-Datenbrille oder ein Mixed-Reality-Headset. Welche Programme eignen sich also für den Remote-Support mit Augmented Reality?

Software fĂĽr Remote-Support mit Datenbrillen

Die meisten Fernwartungs-Programme wurden für den Gebrauch über PC, sowie auf Smartphone und Tablet konzipiert. Nur wenige Lösungen sind speziell für die Nutzung als AR-Fernwartungstool entworfen worden.

TeamViewer

Auch TeamViewer unterstützt mittlerweile die AR-Anwendung mit Datenbrillen und bietet mit Hilfe aufgekaufter Softwareprodukte von Ubimax spezielle Lösungen für Industriekunden an. Dennoch können Konkurrenzprodukte bereits auf langjähriger Erfahrung im AR-Bereich zurückblicken. Ein Vergleich lohnt auch hier.

Microsoft Teams

Das Videokonferenz-Tool aus dem Hause Microsoft ist in allen MS Office-Paketen für Unternehmen bereits enthalten. Das Software-Paket bietet den Vorteil, dass alle MS Office-Produkte aufeinander abgestimmt sind und sich Teams gut integriert. Was viele nicht wissen: MS Teams kann auch Augmented Reality. Neben der bekannten und gerne genutzten Video-Call-Funktion bietet Teams auch eine günstige und sichere Möglichkeit für (einfachen) AR-Support.

Dafür benötigen Sie die Hololens 2 von Microsoft und das entsprechende Programm – das Software-Paket aus dem Hause Microsoft hierfür heißt Dynamic 365. Damit können beispielsweise Zeichnungen und Pfeile im Bild des Datenbrillen-Trägers eingefügt und direkt vom Remote Desktop aus in das Bild gezeichnet werden. Außerdem lassen sich die Datenbrillen nicht nur mit PCs, sondern auch mit anderen Geräten wie einem Android Handy koppeln. Für Dokumentationszwecke können Sie sämtliche Gespräche aufzeichnen.

Cisco WebEx

Cisco WebEx ist als „Freemium“ in einfacher Variante bereits kostenlos mit Datenbrillen nutzbar, weitergehende Funktionen erfordern aber eine Lizenz. Dies ist beispielsweise bereits der Fall, wenn man mehrere Gastgeber oder Nutzer zu einem Gespräch hinzufügen will. Ein Vorteil bei einfachen Video-Calls, bei denen sich mehrere Personen eine Kamera teilen, ist die automatische Personenerkennung: Aktive Sprecher bekommen dank künstlicher Intelligenz ein Namensschild zugeordnet.

EvoCall

Die Software EvoCall ist speziell für den Einsatz in der Fernwartung entwickelt worden. Sie verbindet Datenbrillen mit Smartphones, Tablets und PCs. Der Zugriff ist sowohl über den Browser als auch über eine eigene App möglich. Ein hoher Verschlüsselungsstandard sorgt für Sicherheit, und je nach Ihren Bedürfnissen wird EvoCall als Cloud-Software genutzt oder auf Ihrem System installiert. Ein Pluspunkt: Durch Konferenzanrufe können zeitgleich mehrere Experten zur Fernwartung zugeschaltet werden.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Die verschiedenen Remote Support-Systeme bieten ein breites Funktionsspektrum. von Videotelefonie bis zu professioneller Fernwartung mit oder ohne AR-Brille. Kostenlose Varianten ermöglichen es Ihnen, einige der Funktionen auszuprobieren und erste Anwendungsfälle zu erproben. Insbesondere die Remote-Verbindung mit Datenbrillen bietet großes Potential für die Industrie und ein großer Schritt in Richtung Smart Factory.


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